1.Boulderführer Frankenjura!!!

(Kommentare: 44)

1. Boulderführer für den Nördlichen Frankenjura,

COPYRIGHT BY XXX
Adresse: XXX
Druck: XXX
Tel. XXX
e-Mail: XXX@web.de.....

so liest sich das Deckblatt von einer angeblich privat genutzten PDF-Datei mit 162 Seiten, die ich neulich auf Anfrage von einem Kletterer bekommen habe, der die Datei wiederum von einem Kletterer aus der Oberpfalz hatte.

Rückblick: Am 25.02.2010 wurde in einer IG-Klettern Versammlung dieses Thema diskutiert. Ich bat besagte Person zum Termin zu erscheinen um die Sache aufzuklären, leider war diese verhindert. Also vermittelte ich und brachte einen offenen Brief des „Führerautors“ mit zur Versammlung. In diesem beteuerte er die Datei nur für den privaten Gebrauch erstellt zu haben und nur wenige Informationen aus der Datei weitergegeben zu haben, nie jedoch das ganze Dokument.

Die Fakten sehen leider anders aus!

Bereits im Jahr 2008 postete besagte Person öffentlich im Boulderrausch-Forum:

„Bin gerade dabei, alles mal zusammenzuschreiben, wenn also jemand interessiert ist, dem kann ich das dann mal per Mail schicken...
Gruß, XXX“

Allein diese Aussage widerspricht der Aussage in dem offenen Brief. Hier war schon die Absicht zur Vervielfältigung und Verteilung erkennbar. Wenn jemand in einer angeblich nur privat genutzte Datei die komplette Adresse und Copyright/Druck-Hinweise aufnimmt, diese auf dem Deckblatt mit dem Arbeitstitel "1. Boulderführer für den Nördlichen Frankenjura" bezeichnet, ist die Verbreitungsabsicht kaum zu leugnen. Wer versieht schon seine eigene private Sammlung mit Adressdaten und Copyrightvermerk?

Mittlerweile werden immer mehr Personen mit der ausgedruckten Datei an den Boulderfelsen gesehen.
- die Datei enthält detaillierte Zugangsbeschreibungen.
- die Datei enthält ca. 100 Bilder, rechtswidrig genutzt ohne Zustimmung der Fotografen.

Hier wurde gegen den Boulderappell und gegen das Urheberrecht von Fotografen verstoßen. Viele Bilder stammen von Fotografen die zu keinem Zeitpunkt ihre Zustimmung zu einer solchen Verwendung gegeben haben. Die Fotografen prüfen die Einleitung rechtlicher Schritte zur Nutzungsuntersagung und Schadensersatz.

Gerade im Hinblick auf die Verstöße gegen das Urheberrecht kann man schon alleine durch die Weitergabe dieser Datei/Ausdruck, sich auch ohne der Autor zu sein, Haftungsansprüchen aussetzen. Darum bitte ich alle, jegliche Weiterleitung des Boulderführers zu unterlassen und Verstöße an die IG Klettern und den DAV (Barbara Eichler) zu melden.

Allen Nachahmern möchte ich sagen: WIR (Kletterer aus der Region), die IG-Klettern (Frankenjura & Fichtelgebirge), der DAV setzen uns mit aller Kraft dafür ein, dass der Boulderappell eingehalten wird und das Bouldern im Nördlichen Frankenjura eine Zukunft hat.

Es sollen keine Bouldergebiete mit Zugangsbeschreibungen veröffentlicht werden um weitere Sperrungen/Zonierungen zu vermeiden. Der Boulderappell aus dem Jahr 1998 hat nach wie vor Gültigkeit. Erst im letzten Jahr wurde der Boulderappell im Frankenjura noch einmal bekräftigt und auch bundesweit wurden Spielregeln zum Bouldern formuliert.

Diese Aktion wird durch den Boulderappell getragen und von folgenden Personen unterstützt:

  • Maik Urbczat (webmaster-boulderrausch)
  • Jürgen Kolllert (IG-Klettern-1.Vorstand)
  • Daniel Frischbier (IG-Klettern-2.Vorstand)
  • Barbara Eichler (DAV)
  • Steffen Reich (DAV-München)
  • Markus Windisch
  • Manu Brunn
  • Markus Bock
  • Werner Thon
  • Felix Knaub
  • Stefan Koch
  • Philipp Hrozek
  • Oliver Fell
  • Sarah Seeger
  • Ingo Gräbner
  • Tom Brenzinger
  • Miriam Grum (Rockstore-Frankenjura)
  • Martin Joisten (webmaster-climbing.de)
  • Michael Mürschberger

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Kommentar von Bleikopf |

Hallo zusammen,
der Boulderappell ist eine feine Sache, dies will ich nicht in Frage stellen. Jedoch stoßen mir so ein paar Sachen immer wieder ziemlich auf. Zum einem wird immer vom Boulderappell gesprochen und das keine Infos zum Zugang zu den Spots weiter gegeben werden sollen. Dann hört man aber ab und an, dass ein international bekannter Kletterer mal wieder zum bouldern in der Fränkischen war und dort so einige Sachen gezogen hat, die eigentlich total geheim sind. Dann frage ich mich immer, wie dieser nicht einheimische Boulderer an die Details kommt. (Bsp. der Besuch von Chris Webb Parson) Natürlich brauchen die nicht so eine Zusammenstellung über die Boulder in Franken, da diese dann immer einen privaten Guide haben, der Ihnen alle tollen Boulder in der Fränkischen persönlich zeigt.
Des Weiteren lese ich immer wieder News im Netz wie genial das Bouldern in Franken ist. Erst letztens lass ich in einer bekannten Kletterzeitschrift einige Kommentare zum Bouldern in Franken und wie toll es doch hier ist. Ich sehe Videos und Bilder im Internet mit denen gezeigt wird was für klasse Blöcke in Franken rum stehen und wie super die Linien daran sind.
Meiner persönlichen Meinung ist das die reine Doppelmoral!
Entweder man achtet den Boulderappell, dann mit allen Konsequenzen und das heißt für mich auch keine Bilder, keine Videos und keine Werbung über das Bouldern in Franken. Oder man lässt es.
Viele Grüße
Thomas

Kommentar von Metallkopf |

Dann könnte man aber doch gar keine tollen Klamotten und/oder Kletterequipment für seine Boulderleistungen in der Fränkischen bekommen. Das geht doch nicht ohne die Bilder&Videos!!

Gruss
Bene

Kommentar von Tom Tom |

Ich find es auch nicht gut, dass man gegen den Boulderapell verstößt.

Doch stell ich mir mittlerweile immer öfter die Frage, ob der Boulderapell selber im Konsenz geändert werden sollte.
Ich hab neulich beim Bouldern nen Vorsizenden von einem Umweltverband getroffen (weiß nicht mehr welcher). Und er hat uns gefragt wie wir dazu stehen. Weiter hat er gemeint, dass die Umweltschützer eigentlich nichts gegen einen Führer einzuwenden hätten sondern nur die Kletterer dagegen sind.
Wovor muss man den Angst haben? Sperrung einzelner Blöcke? Ich persönlich glaube ja nicht das die so viele Felsen betrifft.
Zu viele Leute am Fels? Ich denke dass dies auch nur wenige Gebiete betrifft, da es sowiso wenig leichte Boulder im FJ gibt und alles weit verstreut ist.
Ich komme zwar normalerweise an alle Infos heran doch würde ich mich auch manchmal über einen Führer freuen, da man dann spontan noch irgendwo hingehen könnte und manche Boulder vlt. weniger in Vergessenheit geraten würden. Letzendlich bekomme ich das Gefühl nicht weg, dass der gemeine fränkische Boulderer einfach lieber allein sein will und nichts mit anderen teilen möchte.

Gruß Tom

Kommentar von Webmaster |

Hallo Tom-Tom, es geht hier nicht um die Sperrung einzelner Blöcke. Wenn gesperrt wird, dann flächendeckend. Das heißt zB: es würde das halbe Klumpertal, oder ganze Teile vom Krotti geperrt werden.

Wer war dieser angebliche Vorsitzende, der behauptet das die Umweltverbände für einen Führer wären und nur die Kletterer dagegen....diese Behauptung halte ich für schlichtweg falsch.

Wenn du das alles nicht glaubst, dann wende dich doch bitte mal an die IG-Klettern und lass dir die Zusammenhänge erklären, wer wofür oder dagegen ist.

Kommentar von Frischbier |

Hi Tom-Tom,
Obbi hat es ja schon geschrieben, im Falle eines Führers wird zoniert und zwar nicht einzelne Blöcke sondern Flächen. Also z.B Westseite Steinere Stadt bouldern erlaubt, Ostseite verboten.

Kommentar von Tom Tom |

Ok ich habe mich eben nur gewundert, dass mich ein Naturschützer darauf angesprochen hat und er gemeint hatte, dass sie nichts dagegen hätten und ein Führer nur von den Kletterern selbst verhindert wird. Wenn dies jedoch nur mit großflächigen Sperrungen verreinbar ist, ist die Entscheidung gegen Veröffentlichungen natürlich klar und richtig. Schade eigentlich.

Kommentar von Eisenkopf |

Ich kann mich dem Eindruck der Doppelmoral in diesem Zusammenhang leider nicht ganz verwehren.
Auf der einen Seite soll nichts über fränkische Bouldergebiete veröffentlicht werden, während man auf der anderen Seite im Internet viele Bilder und Videos von außwärtigen Boulderern beim Bouldern in der Fränkischen findet.

Kommentar von Fekopf |

Es ist meiner Meinung nach auch in Ordnung, wenn Einheimische ihre Kenntnisse mit Freunden aus anderen Gegenden teilen, denn das Motto "In der Fränkischen lässt es sich gut bouldern, aber ich darf dir nicht sagen wo!" wäre übertrieben.

Kommentar von Kasimir |

Teilsperrung? naja in Krottensee stört sich wohl keine Sau an Kletterern und im Klumpertal ists auch ohne Führer krass überlaufen, da bezweifel ich mal Frischbiers Aussage. KLumpertal wäre sicher nicht so voll, wenn die Leute wüßten, wo man sonst so bouldern kann.

Außerdem kenn ich besagten Führer und weiß, dass man damit eigtl. nicht wirklich was anfangen kann, total veraltet, und keine Zugangsbeschreibung etc.

Seilklettern im Fraju ist auch nicht verboten, trotz viieeler Sportkletterführer....

Ehrlichgesagt ists mir egal obs einen Topo gibt, man kommt auch so an seine Infos, aber meiner Meinung nach sollten obige Unterzeichner der Liste nicht so tun, als ob sie die Könige des Frajus wären uns selbst alles entscheiden dürfen. Jeder sollte jawohl das gleiche Recht haben Bouldern zu dürfen, nur weil er nicht zufällig in Wichenstein oder sonst wo geboren wurde.

Kommentar von Sumo |

Hallo zusammen,

ich bin ein Unterstützer des Boulderappels und absolut gegen einen Boulderführer. Für mich bietet das Bouldern im Frankenjura die Möglichkeit noch immer diesem wunderbaren Sport nachzugehen ohne Menschenmassen am Fels vorzufinden. Das Klumpertal als überlaufen zu bezeichnen halte ich für etwas übertrieben. Ich mußte dort noch nie anstehen um in meinen Wunschboulder einzusteigen.
Ein Boulderführer wird definitiv die Anzahl der Boulderer erhöhen und damit automatisch die Anzahl der "Vollpfosten" die sich daneben benehmen.
Ein Beispiel aus einem anderen Gebiet:

Zillertal-Klausener Alm: Das Gebiet war jahrelang gesperrt, da die Leute dem Bauern kreuz und quer über die Wiese getrampelt sind und das Vieh verrückt gemacht haben. In toller Arbeit wurden die Blöcke und Zustiege markiert und eingezäunt, um zu verhindern das sich Mensch und Vieh gegenseitig in die Quere kommen. Seitdem ist das Bouldern dort auch wieder erlaubt. Leider überfordert es die Gattung "Vollpfosten" trotzdem nicht über den Zaun zu steigen und nur die gezeichneten Zustiege zu benützen.

Ich persönlich habe Angst, daß die Anzahl Personen dieser Gattung auch an den fränkischen Boulderfelsen durch einen Führer zunimmt.

Allerdings kann ich die Vorwürfe der Doppelmoral auch nachvollziehen. Mir persönlich stößt es auch sehr auf, wenn Videos im Web auftauchen, bei denen die Akteure wild campen und an "sensiblen" Felsen klettern. Davon hat die Region Frankenjura nichts sondern nur der Akteur selbst.

Viele Grüße

Stephan

Kommentar von Teddy |

Hallo,

Die Aufregung kann ich nicht wirklich verstehen. Der Führer ist ja nicht wirklich zu gebrauchen. Was aber sicherlich neu diskutiert werden sollte ist der Boulderappel, der ja aus dem Jahr 1998! ist und nur von 21 Boulderern unterzeichnet wurde. Damals war die Akzeptanz des Klettern und vor allem des Bouldern noch nicht vergleichbar mit heute und es gab die berechtigte Angst, dass großflächige Sperrungen kommen könnten. Meiner Meinung nach wäre hier mal eine neue Diskussion nötig. Ich nenne hier nur mal das Beispiel des kommenden Kletterfestivals der Gemeinden der Frankenpfalz. Ein Grund für dieses Festival ist auch die bessere Klettertouristische Vermarktung der Gegend. So wie ich das sehe und mitbekomme sind die Gemeinden sehr am Kelttersport interressiert. Ich glaube in Gesprächen mit diesen Gemeinden wären diese sicherlich bereit, eine gute Regelung für das Bouldern (was ja zum Grossteil auf deren Flächen stattfindet) zu finden. Mehr Transparenz würde meiner Meinung auch helfen, die "Masse" der Boulderer auf mehrere Gebiete zu verteilen. Problematische Gebiete würden nicht aus Unwissenheit frequentiert, oder ungewollte Zustiege, wie das queren der Wiese im Klumpertal könnten vermieden werden. Mehr Kommunikation würde auch sicherlich sehr viel Verbesserungen mit sich bringen. Klar, es wird auch immer schwarze Schafe geben. Die gibt es aber sowieso. Das Boulderappel birgt eine gewisse Doppelmoral, da auf der einen Seite nichts weitergegeben werden soll, andererseits eine Vermarktung der Boulder und deren Kletterer stattfindet. Auch der Autor dieser Seite sollte mal darüber nachdenken. Also lasst uns das ganze nochmal diskutieren und dabei auch die für die Gebiete verantwortlichen Behörden/Politiker mit einbeziehen.

Grüße

Teddy

Kommentar von The real Kasimir |

Stimme Kasimir zu. Doppelmoral, einige wenige "Verwalter of Fraju-Bouldering" (die natürlich bereitwillig starken boys aus aller welt die harten boulder zeigen) plus Fotos und Videos noch und nöcher fräsen eine Schneise der Zwietracht durch die aktuelle Situation des Boulderns im Frankenland. Entweder diese Praktiken werden von allen unterschreibenden Akteuren beigelegt (keine Fotos, keine Videos, keine harten Boys als Aushängeschild) oder es wird zoniert. Ich persönlich hätte kein Problem damit. Halber Krotti? Halbes Klumpertal? So what? Werden immer noch genug Boulder für alle von uns vorhanden sein. Anspruchsdenken á la "alles für wenige" kann gerne einem Konsens wie "weniges für alle" weichen. Würde ich sofort unterzeichnen.

PS: Der angesprochene Führer ist wirklich schrottig und nicht zu gebrauchen. Dafür dass es dieses Pamphlet schon so lange gibt, hab ich es noch nie ausgedruckt bei irgendwelchen Schwaben beim Bouldern gesehn. Copyright schön und gut, aber verpixelte Bilder juristisch zu verfolgen ist dann doch etwas übertrieben...

Kommentar von Webmaster |

Bleikopf, ich möchte im Folgenden auf deine Ausführungen eingehen.

Wenn einzelnen Personen aus dem Ausland Spots gezeigt werden, dann ist das nicht mit einem Führer gleichzusetzen der für jeden erhältlich ist und dadurch einen Massenansturm auslösen würde.
Auch die vorhandene Mund-zu-Mund–Propaganda gibt immer nur wenige Informationen weiter.

Es wird immer wieder die „Doppelmoral“ angesprochen, dass es Bilder, Videos auf diversen Webseiten gibt.

Kein Bild oder Video hat jemals Zugänge zu Bouldergebieten preisgegeben!
Hier wird auch nicht gegen den Boulderappell verstoßen!
Bei der Diskussion fehlt mir leider der Zusammenhang, außer vielleicht die Argumentation,
dass es Begehrlichkeiten weckt.

Boulderrausch gibt es seit über 10 Jahren.
Die Seite ist ständig im Wandel und passt sich den lokalen Gegebenheiten an.
Informationen aus brisanten Gebieten wurden/werden auf Anfrage sofort gelöscht. (im Gegensatz zu anderen Medien)
Boulderrausch informiert über lokale Ereignisse und spricht immer wieder vorhandene Probleme an, wie zB: NACHTBOULDERN mit Lampen, Saisonales Betretungsverbot von landwirtschaftlich genutzten Wiesen uvm.

Teddy:

Der Appell stammt zwar aus dem Jahr 98, aber wie schon oben geschrieben, wurde der Boulderappell im Frankenjura letztes Jahr noch einmal bekräftigt und auch bundesweit wurden Spielregeln zum Bouldern formuliert. Die Akzeptanz für das Bouldern ist in einigen Gebieten der Fränkischen nach wie vor nicht sehr groß. Ich kenne einige Gebiete wo die "Besitzer, Jäger, Bauern" sich gegen die Boulderer gewehrt haben, indem sie mit Teer, Baumwachs, Öl, Griffe abschlagen, die Boulder zerstört haben. Und das in Jahren wo die Boulderszene noch recht überschaubar war. Was glaubst du was passieren wird wenn dort plötzlich ein Massenansturm stattfindet?

"Mehr Kommunikation würde auch sicherlich sehr viel Verbesserungen mit sich bringen."
Von welcher Kommunikation sprichst du und was bedeutet das für dich. Etwa die Veröffentlichung von Zugängen......!

Was hat der Boulderappell mit der Vermarktung von Kletterern zu tun?
Der Appell beinhaltet 5 Punkte und die sollten eingehalten werden.

Kommentar von Frischbier |

Hi,

schön, daß meine Aussagen einfach ins blaue hinein bezweifelt werden oder habe ich euch bei Gesprächen mit der Naturschutzbehörde, dem Staatsforst, Biologen.... immer übersehen?
Ihr könnt übrigens auch zu "Königen des Frajus" werden, einfach mal engagieren, dann zeigt sich ja auch wieviel Unterstützung von den Gemeinden (Politiker!)gegen die Gründstückseigentümer, Jäger, Naturschätzer... kommt.
"alles für wenige" ist egoistischer als "wenig für alle" bloß weil "ich" Infos auf dem Serviertablett brauche? Steht irgendwo, daß Infos nicht an "Auswärtige" weitergegeben werden sollen?

Kommentar von HK |

servus,

war jemand von denen, die einen boulderführer wollen schon mal im zillertal, oder anderen gebieten, wo man einen solchen hat?

ich möchte nicht das es im frankenjura so zugeht!

im übrigen wird jeder der einen boulder ernsthaft sucht oder informationen braucht diese auch erhalten, es braucht halt etwas aufwand! (email telefonat gespräch...)

wer zu faul ist den arsch hoch zu kriegen hat beim bouldern eh nix verloren...

kein boulderführer im Frankenjura!!!

Grüße Helmut Kraus

Kommentar von Webmaster |

@the real kasimir....

Die Geschicke des Kletterns/Boulderns im Frankenjura liegen schon seit Jahren in den Händen einer kleinen Gruppe. Einige WENIGE reisen sich ihren Arsch auf, damit wir unseren Sport überhaupt so und in der Form ausüben können. Übrigens kannst auch DU Teil dieser Gruppe werden. Ich schicke dir gern ein Antragsformular der IG-Klettern zu.

Kommentar von Hocki |

Ich bouldere nun auch schon einige Jahre in der Fränkischen umher. Anfänglich wusste ich nur sehr wenig, wo die Blöcke sind und wo sich welche Boulder befinden. Ich war aber immer sehr hoch motiviert und extrem gespannt auf Boulder und Blöcke. Da gab es Stunden des Suchens und Findens....und das war für mich auch ok. Worauf ich allerdings hinaus will ist, dass uns die momentane Regelung, sprich der Boulderappell, die Chance gibt miteinander zu kommunizieren. "Hey, ich hab von dem und dem Problem gehört! Wie ist denn das? Ich kenne da auch etwas gutes. Könnte dir taugen..." Es ist ein Geben und Nehmen und eben nicht nur das stumpfe Konsumieren. Wenn man sich für etwas wirklich interessiert, dann bekommt man auch die Info. Bisher hatte ich da nur gute Erfahrungen gesammelt. Es gibt einem auch die Chance, Menschen kennen zu lernen. Bouldern hat doch auch soziale Aspekte. Im Grunde ist der Boulderappell nicht mehr als gerecht. Jeder hat die gleichen Chancen zu reden, zu fragen und zu antworten.
Die Argumentationen von Frischbier basieren auf dem umfangreichen Erfahrungsschatz der IG Klettern. Und die hauen sich wirklich echt ins Zeug für Kletterer und Boulderer.
Ich finde, dass die Regelung sehr gut zum fränkischen Bouldern passt. Jeder Boulder hat was Eigenes und Spezielles. Man muss einfach mal Motivation, Zeit und Aufwand investieren und man wird merken, dass man im Endeffekt mehr gewonnen hat, als beim stupieden Abknipsen von Linien.
Viele Grüße
Thomas Hocke

Kommentar von Christoph Reichert |

Ist eine Weitergabe von Informationen in schriftlicher Form an andere Personen eine Veröffentlichung?
Ist es als "Absicht zur Vervielfältigung und Verbreitung" anzusehen, wenn jemand nichts dagegen hat, gesammelte Informationen an andere weiterzugeben?
Ist die Diskussion über die Frage "Sollte es einen veröffentlichten Boulderführer geben?" hilfreich dabei, den entstandenen Konflikt zu lösen?
Viele Grüße
Christoph Reichert

Kommentar von Der Schwabe |

Könnte mir bitte jemand besagten Führer zukommen lassen?
der_schwabe@nur.spaß.com

danke

Kommentar von Bleikopf |

Hallo zusammen,
ich wollte noch einmal grundsätzlich was nachfragen. Es geht hier doch NICHT um die Erstellung, den Druck und die kommerzielle Veröffentlichung eines Boulderführers, sondern um die unentgeltliche Weitergabe einer privaten Zusammenstellung von Bouldertopos auf Anfrage? Oder habe ich da etwas falsch verstanden?
Ganz ehrlich finde ich die Vorwürfe von oben sehr anmaßend! Wer von den Boulderern aus Franken hat sich nicht auch schon mal ein paar Infos, sei es ein Topo oder eine Zugangsbeschreibungen irgendwo notiert, und wer hat dies nicht auch schon einmal an Freunde und Bekannte raus gegeben. Das ist doch nichts anderes? Der eine macht es eben nur sehr zögerlich der andere etwas freizügiger. Oder wurde für die Weitergabe des oben genannten PDFs Geld verlangt? Hier werden doch zweierlei Maß angelegt, was ich in keinster Weise gerecht finde! Wenn die reine Weitergabe von Infos ein Verstoß gegen den Boulderappell ist, dann habe ich mich auch schuldig gemacht, da ich am Wochenende einem unwissenden Freund ein paar Sachen gezeigt habe.
Viele Grüße
Thomas

Kommentar von Webmaster |

Hallo Thomas, ob kommerziell oder privat, es sollen keine Zugangsbeschreibungen zu Bouldergebieten in einem gesammelten Führerwerk verteilt werden.

Was in dem beschriebenen Fall problematisch ist:

1. Es gibt Zugangsbeschreibungen
1. Es wurde gegen das Nutzungsrecht von Bildern verstoßen.
3. Die als 1. Boulderführer titulierte Sammlung wurde verteilt.

Kommentar von Sebbo |

Bisher war ich nur im Osten Deutschlands zum Bouldern unterwegs, kannte daher auch nur viel vom hören+sagen über die hiesige Szene und den Appell. Lange kannte ich nur hier und da ein paar Ecken zum Bouldern, vorallem durch den Flipper.
Zu anfangs war auch ich etwas verstört, was Gebietsfindungen angeht, aber das hat sich grundlegend geändert.
Innerhalb der letzten Wochen habe ich so einige Gesichter kennengelernt (z.B. Frischbier, Mic, Tim, Tom, etc.) und hab die Szene hier zu schätzen gelernt.

Im Endeffekt sehe ich das genauso wie Thomas Hocke, das es hier eben kein konsumieren ist (wie es leider so oft vorgelebt wird), sondern ein reges Austauschen und damit eine sehr enge Szene mit einem Haufen Jungs+Madels, die eben mehr machen als nur Boulder, Grade oder was auch immer konsumieren.

Kommentar von Kasimir |

ach Helmut,
Wenns dir nicht gefällt, wies in anderen Gebieten mit Boulderfüher zu geht, wieso kaufst du dir dann Füher und gehst in andere Gebiete?
Absolut Paradox.
Aber den Zillertalern willst du das selbe in deinem Hausgebiet nicht erlauben?
Wenn ihr alle das Franken wirklich so für euch haben wollt, sollte wirklich jeder seinen eigenen Block haben, dort Bouldern und das ganze niemand zeigen. Aber jeder will doch natürlich immer wieder neue Boulder machen, neue Spots entdecken, das ist doch das Essenntielle unseres Sports!!ich sehe da wirklich eine enorme Denkhemmung in euren Köpfen. Jeder von den Unterzeichnern des Boulderappels hat doch slebst 10 Topos im Schrank stehen und ist in anderen Gebieten genau "der Konsument", den er hier versucht schlechtz zu machen.

Versteht mich bitte nicht falsch, ich kenne selber mehr als genung Boulder für mein restliches Leben im Franken, mir gehts bei der Argumentation nicht um mich.

Kommentar von Kai |

Ich habe aus gegeben anlass diese Diskusion gelesen und muß sagen das ich es nicht verstehen kann. Bisher war das Franken für mich ein Ort um schön und Nervenschonend klettern gehen zu können! Ich komme aus Sachsen und das was ich hier gelesen habe erinnert mich leider doch an das engstirnige Denken bei uns hier. Ok bei uns ist das Bouldern verboten, da kann ich verstehen das es keinen Gedruckten Führer gibt, aber in einem Gebiet wie dem euren, wo sogar Videos vom Bouldern gedreht werden, was hindert euch daran? Das ist ja fast so als wenn es vom Elbsandstein irgendwann auch keine Führer mehr gibt, damit ja keiner mehr her kommt! Und ich dachte immer Franken ist zum Bouldern genauso loyal wie beim Klettern. Schade auch!

Sportliche Grüße aus Sachsen, Kai

Kommentar von Sebbo |

Das der Boulderappell gerade überhaupt das Bouldern in der Fränkischen schützt wird wohl völlig übersehen?
Frischbier hats doch schon gesagt: Führer = Sperrungen&Zonierung. Prost. Feierabend.

Kommentar von Webmaster |

Hallo Kai, da bist du aber offensichtlich nicht richtig informiert. In Sachsen kann man bouldern und es gibt auch einen Führer. Und genau in den Gebieten ist das Bouldern sehr stark reglementiert. Um die Regeln durchzusetzen laufen auch schon mal Ranger durch den Wald und drohen mit Geldbußen. Und das ist kein Einzelfall.

Mfg Maik

Kommentar von Stephan |

Ich sehe nicht wirklich die Notwendigkeit eines Boulderführers für das Frankenjura. Wie schon in einigen Beiträgen hier geschrieben würde ein Führer vermutlich sehr schnell dazu beitragen, das die Boulderspots total überlaufen sind; Stress mit Anwohnern und Grundbesitzern lassen dann meist auch nicht lange auf sich warten. Man sieht es doch schon an einigen der etwas stärker frequentierten Klettergebieten - im Führer stehen ausdrücklich Hinweise wo man parken sollte und wo nicht....und trotzdem gibt es immer wieder genug Leute, die sich nicht daran halten, nur am den Fußweg zum Fels um 5 Minuten zu verkürzen. Von Problemen des Wildschutzes etc. mal ganz zu schweigen, was die Naturschutzverbände sofort auf den Plan rufen würde. 20 Boulderer an einem Ort richten einfach mehr Schaden an als einer oder zwei. Die hohe Akzeptanz des Klettersports im Frankenjura ist u.a. auch darauf zurückzuführen, das es zur Zeit eben noch sehr entspannt zwischen Bewohnern und Kletterern abläuft, was nicht zuletzt den Bemühungen der IG Klettern und des Boulderapells zu verdanken ist. Und ganz ehrlich - wenn man mit offenen Augen durchs Frankenjura läuft findet man genug Boulderspots selbst. Ansonsten hilft auch einfach mal ein nettes Nachfragen bei den "üblichen Verdächtigen", die einen, wie ich die fränkische Kletterszene kennengelernt habe, immer gerne helfen. Die persönliche Weitergabe von Informationen von einer Person zur nächsten hat einfach eine andere Qualität als ein Boulderführer.

Kommentar von Gerhard |

Nur wenn man die brisante Situaotion in Franken nicht kennt, ist man für so eine Topo.

Denn leider ist die aktuelle Situation so:

Dass wenn man Boulderer die mit Gaslampen bei Sonnenuntergang sich auf den Weg zum Boulder machen, darauf anspricht, dass dies verboten sei, man als Antwort - Arschloch was geht dich das an - zuhören bekommt.
Desweiteren frage ich mich schon seid langer Zeit, was hat ein Ghettoblaster im Klumpertal zu suchen? Oder auch, es ist verboten, die Wiese vom Bauern im Klumpertal zu überqueren. Warum macht man es dann?

Wenn man die Boulderer dann darauf hinweist, bekommt man in der Regel die gleiche Antwort wie beim ersten Beispiel.

Zudem stellen sich die wenigsten Kletterer/ Boulderer die Frage, wie es den Einheimischen (Jäger, Anwohner und Co) mit einer Veröffentlichung von einem Führer ergeht. So werden Weiden nieder getrampelt, Wanderwege zu geschissen, Müll liegen gelassen, Rumgebrüllt bis einem das Trommelfell platz und Partys auf geduldeten "Campingplätzen" gefeiert.

Fazit:Im Zillertal werden Boulder voll geodelt und der Peen Platz am Stausee gesperrt, in Bayerwald Griffe mit Harz voll geschmiert, in Crescciona ist das hoch fahren zum Steinbruch verboten (hält sich immer noch keiner daran),im Avers musste ein Campingplatz eingerichtet werden, Albarracin wurd fast komplett gesperrt. Der Älterstenrat (Gemeinderat) von Gironico überlegt wie er mit den Massen klar kommt (evtl. Teilsperrung).

Somit braucht man sich nicht wundern, warum man in Franken keinen Boulderführer haben möchte.

In jedem Gebiet gibt es Regeln, an die man sich halten sollte. In Franken ist eine davon, dass es kein Bouldertopo gibt. So schwer kann es ja nicht sein, sich daran zu halten.

Was die Doppelmoral Betrifft,kann ich den ein oder anderen verstehen. Auch ich hab es den Jungs vorgeworfen. Aber auch nur weil ich die Situation in Franken nicht verstanden habe. Denn so wie ich es jetzt verstehe, ist das Bouldern ja erlaubt, aber es aus diversen Gründen keine Boulderführer gibt und geben wird. Und mal ehrlich, wenn man wissen möchte wo eine Linie liegt, findet man es auch raus. Vorrausgesetzt, man verhält sich nicht wie der letzte Depp am Fels.

Kommentar von Gerd |

Haben wir nicht längst die selben Probleme in der Fränkischen, verursacht durch das Seilklettern?!?
Die Zeiten in denen im Zillertal Blöcke beodelt wurde sind allerdings vorbei, hier wurde eine gemeinsame Regelung gefunden.
So zu tun, als wäre das Frankenjura das letzte konfliktarme Gebiet - und alles dank Boulderappell - ist doch stark idealisiert.

Kommentar von StefanLoew |

5 nach 12 im FJ.
Als motorischer Nichtboulderer kann mir dieses Problem(?) der Veröffentlichiung eigentlich am A... vorbeigehen.
Altersmäßig spiele ich die vergleichsweise in den letzten 15 Minuten der Champiensleage. Und verglichen mit den 75 Minuten davor waren 35 Jahre dahoam klettern eine entspannte und spannende Sache.
Die Zeiten ändern sich und man wird die Geister die man rief nicht mehr los.Der erste Topokletterführer von
Bernhard eher als individuales Werk zu sehen,wurde durch etlichste Nachahmern nachgemacht,als Gelddruchmaschine verwendet und bis heute mit Werbung gewinnbringend an gutgläubige Verbraucher verscherbelt.
Dann springt der DAV mit seine 600 000 Mitglieder auf den Zug der Kletterhallen auf und verdient sich wiederum mit dem gutgläubigen Konsumenten eine goldene Nase.Dann stellen die Betreiber verschiedenster Webseiten fest,da kann man mit den Klicks der gutgläubigen Konsumenten Geld verdienen und basteln Kletter/Boulder/Outdoorseiten gespickt mit Werbung für grenzenlosen Fun irgendwo draußen in der Natur.Da gibt es Veranstalter,welche ein Megaevent für Pfingsten irgendwo draußen veranstalten für gutgläubige Sportler.Deep water soloing, Boulderveranstaltungen bitte nur an Pfinsten aber niemalsnie draußen an unseren Gralsfelsen. Lächerlich.Da gibt es eine Kletterkurs,welcher an einem gesperrten Felsen -vor 3 Wochen-im FJ sein Geld verdient(Aber leider erwischt wird).Und da werden Boulderhallen gebaut, im Val de Mello das Megaevent für Boulderer usw.
Und jetzt ein Boulderführer für die Fränkische.Ihr Boulderer glaubt doch nicht etwa,das bleibt trotz Boulderapell eine Nische in der heutigen vernetzten Zeit.Berhard Thums Kletterführer wurde schonmal komplett kopiert und fand sich dann auf einer Schwedischen Webseite. Gering verändert aber rechtlich nicht angreifbar.Soweit zu rechtlichen Seite und was möglich ist und kommen wird.
Es ist 5 nach 12.Leute,jammert nicht rum,geht zur IG und machts Maul auf,überdenkt eine Mitgliedschaft beim größten Hallenbetreiber und Pusher und meidet Hallen und ähnliche Einrichtungen,meidet Veranstaltungen für gutgläubige
Konsumenten.Brauch ich jedes Jaht einen neuen Kletterführer? Denket:Jeder will nur
euer sauer verdientes Geld.Die Natur bleibt aussen vor,Klettersperrungen sind die Folge.

Kommentar von Bleikopf |

Wahre Worte Stefan!

Kommentar von Johannes |

Es ist auf jeden Fall kein Zufall, dass nach dem Kommentar von Stefan Loew hier keiner mehr was geschrieben hat.
Mit seinem Kommentar hat er einige kalt erwischt und das ist auch gut so.
Das Klettern und bouldern in der Fränkischen wird von einigen Damen und Herren im Netz vermarktet ohne Ende videos ala Frühlingsgefühle im Frankenjura etc.
Das Cafe Kraft hats geschafft Wolfgang Güllich, Kurt Albert über Riesenleinwände und Sprüche an der Wand sowie nach bekannten Felsen benannten Wänden den absoluten Ausverkauf voranzutreiben.
Genau die gleichen Leute wollen dann aber Spielregeln aufstellen, das glaubt euch doch keine Sau.
Machts wie Loew und seid konsequent oder hört auf euch als Häuptlinge des Frankenjuras aufzuspielen.

Kommentar von Resa |

Wer seid ihr eigentlich, dass einige von euch selbst ständig nach Bleau, ins Tessin, Zillertal oder nach Spanien, Thailand, Griechenland fliegen ja Fliegen is auch scheisse für die Umwelt nur um am Ende der Welt zu klettern (natürlich mit Kletterführer), ihr es diesen Leuten aber nicht gönnt hier bei uns zu bouldern.
Irgendwie hat das einen ganz miesen Beigeschmack solange ich in Gebiete fahre wo es Kletterführer gibt konsumiere ich wie ich mag. Wenn Leute zu mir kommen dann sollte das nicht möglich sein!?

Kommentar von CLMBR |

Man stelle sich folgenden Fall vor: Man zieht los, sucht und finden einen schönen Block, klettert ihn und gibt der Linie einen Namen!
Nun zeigt man ihn seinen Freunden und stellt fest besagte Linie ist schon lange geklettert... Sowas nervt! Trasparenz ist in jedem Fall der richtige weg...

Ich für meinen Teil will wissen an was ich mir gerade die Zähne ausbeiß!

Eine Auswahl mit unproblematischen Blöcken würde die ganze Situation entspannen...

Kommentar von Seisi |

Man stelle sich folgenden Fall vor: Man zieht los, sucht und finden einen schönen Block, klettert ihn und gibt der Linie einen Namen!
Nun zeigt man ihn seinen Freunden und die zeigen es ihren Freunden und einer der Freunde der Freunde macht dann einen Topo mit Zugansbeschreibung und veröffentlicht das. Dann ist man damit entweder einverstanden oder man zeigt es eben nur Freunden, die keine topozeichnenden Freunde haben, damit man sich später nciht darüber aufregen muß, daß die Leser des Topos des Freundes der Freunde sich aufführen wie grunzende Arschlöcher und der Fels dann gesperrt wird.

Niemand hat ein Recht dazu, zu wissen, wie ich eine Boulderlinie (für mich persönlich) genannt habe, an der er sich gerade die Zähne ausbeißt! Welches Recht zwingt einen Erstbegeher, seine Linie der Öffentlichkeit preis zu geben? Ist die nächste Forderung, daß ich meine Wohnungstüre öffne und man sich auf mein Sofa setzen setzen darf, weil ja jeder ein Recht darauf hat, auch mal zu sitzen und nicht immer nur zu stehen? Kauft Euch doch ein eigenes Sofa!

Eine Auswahl mit unproblematischen Blöcken würde die ganze Situation ANspannen... weil dort dann nämlich Massen von Leuten hinpilgern würden und das zur Sperrung dieser Blöcke und zu einer Vergiftung der - vielleicht ist das ja bekannt - sowieso angespannten Allgemeinsituation eines (regional) noch nicht etablierten Sports mit den Landbesitzern/-pächtern, Jägern etc. führen würde.

Es sollte und ist doch jetzt schon eine Situation ausreichender Transparenz vorhanden. Mit wirklich minimalen Mitteln kommunikativer Anstrengung sowie Recherche in der Führerliteratur und dem Internet sind die geforderten "unproblematischen Blöcke" aber so was von leicht zu finden. Wenn es noch mehr unter die Nase gerieben wird, dann muß man sich aber wirklich den Vorwurf des Konsumierens gefallen lassen. Oder zum Blöcke erschließen nach Sibirien gehen, den auch ein Frankenjuraführer garantiert niemandem, daß an einem nicht im gedruckten Kletternkataster aufgenommenen Block nicht schon längst gebouldert wurde.
Und übrigens ist "unproblematisch" wiederum ein problematischer Begriff, da es unproblematisch nicht wirklich gibt. Denn wenn nach einer Veröffentlichung Zufahrten zugeparkt, die Felsen mit Chalk bis in Kilometersichtweite vollgeschmiert sind und nach dem Bouldern nicht geputzt werden, bis in die Tiefe Dämmerung oder sowieso erst bei Dunkelheit mit Lampen gebouldert, am Fels wild campiert und geschissen wird ... etc., sind "unproblematische Blöcke" schnell problematischer als die problematischsten der Problematischen!

Kommentar von Amrande |

"Kauft Euch doch ein eigenes Sofa"

Der Vergleich von (mehr oder weniger) öffentlich zugänglichen Felsblöcken mit Privateigentum (wie Sofas) könnte einer der Gründe sein weshalb vielen das Verhalten einiger weniger als bevormundend und mit dem Vorwurf von Doppelmoral behaftet erscheint...

Kommentar von Laerenz |

So engstirnig kann man doch eigentlich gar nicht sein.Ich komm in vielen klettergebieten in den Alpen herum und oft wenn man mit Boulderern aus verschiedenen Ländern redet beklagen sie sich, dass es schade ist das es vom Frankenjura keinen Führer gibt.
Aber was ist das Problem daran??? Wieso darf man hier nichts veröffentlichen. Selbstverständlich gibt es Waldstücke und Sektoren auf Privatgrund, aber auch hier lässt sich sicher mit den Eigentümern reden und wenn diese etwas gegen eine Publikation haben veröffentlich man es eben nicht.
Das Argument das ein Erstbegehr "seine Linie" niemand anderen zeigen will kann ich nicht verstehen. Für mich ist das ein schöner Aspekt des Bouldern, in Gebieten auf der ganzen Welt Menschen verschiedenster Nationen zu treffen, ihnen neue Linien zu präsentieren und den Spaß dem man selbst am Erstbegehen hatte zu teilen.
Die Franken mit ihrer Meinung "ich will alleine bouldern" wirft dass in kein besonderes Licht.
Selbst komme ich nur noch ungern in die fränkische genau aus diesem Grund: Man fühlt sich hier nicht willkommen. Hätte ich weltklasse Bouldergebiete im nächsten Umkreis würde ich versuchen viele Kletter von überall zu mir zu holen ( wie das zB in Schweden gemacht wird). Das klingt für mich nach Spaß.

Kommentar von Die Franken |

@LAERENZ: vielen dank für deinen gar nicht verallgemeinernden und sehr differenzierten beitrag und vor allem viel spaß in gebieten auf der ganzen welt! durch deine entscheidung nicht mehr im frankenjura zu bouldern trägst du persönlich zum erhalt unseres schönen frankenjura bei. danke im namen aller boulderer!

Kommentar von Christoph |

@ die franken. du bist auch ein ganz lustiger, oder? bezeichnend aber irgendwie.

die geschichte ist doch insgesamt schon recht lächerlich und ich kann mich nur resa, laerenz und co oben anschließen...

was seid ihr teilweise für leute frage ich also auch, überall auf der ganzen welt spaß haben wollen beim bouldern, und vor allem dann auch noch teilweise dort nicht an die lokalen regeln halten (zufahren mit dem auto, schlafen in gebieten, bouldern in sektoren die gerade gesperrt sind, nichts lokales konsumieren, lärm, ...), aber zuhause im schönen franken darf niemand hin als man selbst?

sind also alle anderen menschen auf der welt außer die franken rücksichtlose ausbeuterische boulderhorden die brandschatzend durch euer land ziehen würden? ;-)

die schweizer, österreicher, franzosen, spanier und all die anderen länder rundum heißen euch ja auch herzlich willkommen, oft mit perfekten führern und wenn nicht wird trotzdem gebouldert, man kennt ja leute. um die sensibilität der gebiete sorgt man sich aber anscheinend nur zuhause so sehr?

und ja, ich verallgemeinere jetzt auch mal, natürlich sind das schwarze schafe und die gibt es überall, aber die meisten anderen bouldergegenden sind doch etwas gastfreundlicher. sollte zum nachdenken anregen... oder auch nicht, weil vielen ist es anscheinend gerade recht so, es wirkt jedenfalls so.

Kommentar von Jo |

echt ekelhaft diese selbstherrliche geschaffel dieser "franken". durch zufall in der nähe der felsen geboren oder dorthin gezogen. wirklich lächerlich. wer sonst nix im leben schafft, macht sich halt so sein kleines reich in dem er anerkennung findet.

Kommentar von Andy |

Ich finde diesen Möchtegern Apell auch lächerlich und würde am liebsten aus Trotz einen Boulderführer veröffentlichen. Das die Jungs und Mädels von der Ig-Klettern sich so verarschen lassen tut mir im Herzen leid. Die Leute reisen überall hin aber wollen niemanden bei sich...

Kommentar von Thomas |

Leute, Leute, was ist denn hier los?

Was ist so schlimm an diesem Boulder-Appell und wenn es eine ganze Region nicht möchte, dass noch jeder Boulderblock in Büchern oder sonstwo veröffentlicht wird? Fakt ist, dass schon jetzt die ganzen Plastikspinner an die Blöcke rennen, dort ihren Müll hinterlassen (irgendwer wirds schon weg machen, gelle?), teilweise mit !Farbe! Griffe markieren, mit Pickeln Griffe einschlagen oder gar Plastikgriffe einbohren! Leute, dass ist das Letzte und nicht nur ein Problem für Boulderer wie mich, sondern eben für die ganze Region, was doch nicht so schwer zu begreifen ist.

Nein, ich komme nicht aus der Fränkischen, sondern aus Hessen/Odenwald und bekomme schon hier mittlerweile das Kotzen von den ganzen Plastikdeppen, die die Blöcke mit Müll voll sauen ... wie die letzten Assis!

Sorry für die teilweise drastische Wortwahl und ggf. Beleidigung, aber wer sich damit angesprochen fühlt ... naja, wird schon seine Richtigkeit haben.

Ja, ich habe auch ein Problem in der Frankenjura neue Blöcke zu finden, aber das geht man da einfach Bouldern und fragt mal nett einen Local, die in der Regel immer einen Tipp parat haben. Zumindest hat es bei mir immer funktioniert. Obwohl, wenn ich mir so manche Kommentare von oben durch lese, hoffe ich das die Locals hier nicht so nett werden.

Liebe Franken, macht weiter so und haltet Euer Gebiet in Ehren! Keine Veröffentlichung der Blöcke und strenge Verfolgung des Boulder-Appells! Wer den Sinn dahinter nicht kapiert, hat am Fels ohnehin nichts verloren, egal wo.

Gruß,
Thomas

Kommentar von Volker |

Hallo Kasimir,

du schreibst "So what? Werden immer noch genug Boulder für alle von uns vorhanden sein."
Dein Denkfehler ist nur, dass nach der Zonierung keine Boulder mehr übrig sind, weil dann analog zur Kletterzonierung alle nicht erfassten Felsen formal der Zone 1 zugerechnet werden. Ergo Boulderverbot an allen Blöcken, die nicht explizit Zone 2 oder 3 sind.

Und genau das will der Boulderappell vermeiden!

Gruß
Volker

Kommentar von Dirk |

Hi zusammen,
Wieso klappt es beim klettern: man beachtet Regeln und einigt sich mit den betroffen.

Der Appell beim bouldern besagt in meinen Augen: wir wollen weiter den Naturschutz und die betroffenen Personen missachten und unser eigenes Ding machen. Erschreckend!!