“Coronavirus” und sportliche Aktivitäten

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Coronavirus COVID-19

Bitte haltet euch an die offiziellen Vorgaben der bayrischen Landesregierung, wenn ihr Sport im Freien durchführen wollt. Gerade beim bouldern in der fränkischen Schweiz, kommt es an den neuralgischen Punkten immer wieder zu Problemen, verbunden mit größeren Ansammlungen von Boulderern, die sich an einem Spot aufhalten.

Selbst wenn jetzt jeder nur alleine losziehen würde, könnte es zu dem Effekt kommen, dass alle Alleingänger zur gleichen Zeit an den Hotspots aufeinandertreffen und damit die derzeit zu vermeidende Gruppenbildung stattfinden würde und “Social Distancing” nicht mehr gewährleistet wäre, da sich alle auf engem Raum an Ort und Stelle aufhalten.

Hinzu kommt die Verletzungsgefahr und ein womöglicher Krankenhausaufenthalt. Die schon eh begrenzten Kapazitäten sollten dadurch nicht noch zusätzlich belastet werden. Ok, Zuhause und im heimischen Garten können nachweislich auch Unfälle passieren. Seis drum, dass Motto sollte hier lauten: Risiken minimieren!

Etwas anders sieht es bei Freizeitaktivitäten, wie Joggen und Biken aus. Wenn hier jeder einzeln und nicht in Gruppen unterwegs ist, wäre “Social Distancing” gewährleistet, da man sich nicht an einem Ort aufhält sondern permanent in Bewegung ist und eine Ansteckung fast ausgeschlossen ist, wenn man vorausgesetzt nicht anhält um mit anderen Gleichgesinnten zu plaudern, oder eben den Abstand von mindesten 2m einhält. Aber das sollte dann eine Selbstverständlichkeit sein.

“Sportmediziner Perikles Simon rät unter bestimmten Vorsichtsmaßnahmen auch während der Coronavirus-Krise zu sportlichen Aktivitäten wie Joggen an der frischen Luft.

"Wer moderat physisch aktiv ist, der stärkt sein Immunsystem. Das steht über den möglichen Risiken", sagte der 47 Jahre alte Leiter der Sportmedizin an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz dem "Tagesspiegel"

Um Risiken zu vermeiden, sollten Jogger jedoch mindestens zwei Meter Abstand zu Nebenleuten halten. "Das ist wirklich wichtig. Je nach Witterung verteilt sich so ein Virus wie Rauch in der Luft; es sinkt mal schneller, mal langsamer zu Boden", sagte Simon.

"Deshalb ist es durchaus möglich, dass man sich beim Joggen ansteckt oder eben andere ansteckt, wenn man den Abstand von zwei Metern nicht einhält."

Wie gesagt, die bayrische Landesregierung untersagt nicht generell Sportaktivitäten im Freien, wenn sie alleine stattfinden. Und jedem sollte klar sein, dass die jetzigen Maßnahmen, der Ausgangsbeschränkungen dazu dienen, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, um dadurch das Gesundheitssystem nicht zu überlasten.

Aktuell wurden folgende erweiterte Leitlinien durch die Bundesregierung landesweit verkündet. Was das für uns, die im freien Sport treiben genauer bedeutet, habe ich unten zusammengeführt.

- Soziale Kontakte reduzieren
- Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person, oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes gestattet
(Bayern geht hier einen Sonderweg und übernimmt nicht die Empfehlung der Bundesregierung. “Nur wer zu einem Hausstand gehört, darf gemeinsam an die frische Luft”)
- Mindestabstand 2M
- Bewegung an der frischen Luft ist gestattet
- Geltungsdauer mindestens 2 Wochen

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